Michael Gisiger

Micropayments: E-Commerce Trend 2010


Geposted von Michael Gisiger am 29.01.2010, 17:21

Laut Reuters wird in diesem Jahr das Volumen der Micropayments auf über zwei Mia. US-Dollar anwachsen. Der deutsche Anbieter für Mobile- und Micropayments mopay.com konnte im vergangenen Jahr eine Verdoppelung der abgewickelten Transaktionen bis zehn Euro feststellen. Man darf also festhalten, dass Micropayments einer der grossen Trends 2010 im E-Commerce sind.

Bei Micropayments handelt es sich um Bezahlverfahren für Klein- und Kleinstbeträge in einem Wert von bis zu zehn Euro/Franken. Aktuell kommen diese Angebote insbesondere bei kostenpflichtigen Web-Angeboten wie Online-Spielen, Communities oder Multimedia-Downloads zum Einsatz ("Paid-Content"). Auch immer mehr andere Contentanbieter wie Zeitungswebseiten springen auf diesen Zug auf und Verkaufen (wieder) einzelne Artikel mittels Micropayment. Viele Anbieter aus diesen Bereichen hofften noch bis vor kurzem auf eine alleinige Finanzierung durch Werbung. Die Einführung von Premium-Angeboten gegen einen geringen Aufpreis scheint für viele eine Lösung des Dilemmas darzustellen.

Besonderheiten des Micropayments

An Bezahlverfahren für solche Klein- und Kleinstbeträge werden besondere Anforderungen gestellt. Die drei wichtigsten Aspekte sind Wirtschaftlichkeit, Einfachheit und Verfügbarkeit des Zahlungsmittels: Je kleiner die Beträge, desto höher fallen die prozentualen Transaktionskosten aus. Darum werden Micropayment-Angebote vom Grossteil der etablierten Anbieter (noch) vernachlässigt.

Für den Kunden ist zudem ist die zeitintensive Eingabe von Konto- oder Karteninformationen für den Erwerb eines Artikels im einstelligem Betrag unattraktiv. Schliesslich zeigt die Tatsache, dass nicht jeder Kunde über eine Kreditkarte oder ein anders Zahlungsmittel ausser Bargelds verfügt, die Notwenigkeit eines einfachen und universell verfügbaren Zahlungsmittels auf. Eine der möglichen Lösungsansätze ist hier das Handy beziehungsweise das darauf befindliche Guthaben.

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